JU: Wehrpflicht erhalten, Wehrgerechtigkeit schaffen
26.11.2009Theis: „Eine zukunftsfähige und gerechte Wehrpflicht braucht grundlegende strukturelle Reformen“ Die Junge Union Saar spricht sich für den Erhalt der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland aus und fordert grundlegende strukturelle Reformen. Des Weiteren sieht sie akuten Handlungsbedarf bei der Umsetzung der Wehrgerechtigkeit. „Die allgemeine Wehrpflicht muss erhalten bleiben. Sie ist integraler Bestandteil einer transparenten, facettenreichen und friedlichen Armee. Darüber hinaus tragen gerade junge Wehrdienstleistenden dazu bei, dass die Bundeswehr immer auf der Höhe der Zeit ist“, so der Landesvorsitzende der Jungen Union Saar Roland Theis.
Akuten Handlungsbedarf sieht die JU Saar vor allem bei der Beseitigung der seit Jahren zunehmend fehlenden Wehrgerechtigkeit.
„Das große Problem der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland ist die fehlende Wehrgerechtigkeit. Unter den tauglichen jungen Männern findet jedes Jahr eine Art Tombola statt. Wer verliert, muss / kann / darf zum Bund“, so Theis
Gerade die, aus der fehlenden Wehrgerechtigkeit resultierende, ungleiche Lastenverteilung untergräbt nach Auffassung der JU Saar die Akzeptanz der Wehrpflicht in der Bevölkerung.
Die Zukunft der Wehrpflicht sieht die Junge Union im Saarland in einer Verkürzung der Wehrpflicht bis auf vier Monate, soweit in dieser Zeit eine sinnvolle intensive Grundausbildung möglich ist, und der Umsetzung überfälliger struktureller Reformen.
„Wer die Wehrpflicht nur durch Verkürzungen erhalten will, zögert ihr Ende nur heraus. Eine zukunftsfähige und gerechte Wehrpflicht braucht grundlegende strukturelle Reformen“, so Theis.
Die JU Saar fordert daher eine neue organisatorische Gliederung der Bundeswehr in die Säulen: Einsatzkräfte, Territorialkräfte und den Ausbildungsbereich, wobei die Wehrdienstleistenden ihre Ausbildung in der dritten Säule erhalten. In diesem Konzept bilden die Wehrdienstleistenden den Kern mobil zu machender Streitkräfte, ergänzen gemeinsam mit den Reservisten die Territorialkräfte und gewährleisten weiterhin die erforderliche Aufwuchsfähigkeit der gesamten Truppe.


