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08.07.2012, 15:29 Uhr
Südwest-JU will Rente mit 70 und fordert stabile Rentenbeiträge
Rente mit 70 und stabile Rentenbeiträge statt kurzfristiger Beitragssenkungen. Das fordern nun die Landesverbände der Jungen Union Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland (zusammen 25.000 Mitglieder) auf der Südwestkonferenz des CDU-Nachwuchses in Heidelberg. “Wir wollen ernsthaft prüfen, das gesetzliche Rentenalter auf 70 zu erhöhen. Demographischer Wandel und Fachkräftemangel sowie der Wille vieler älterer Menschen, noch weiterzuarbeiten und damit Teil des Wirtschaftslebens zu bleiben, machen solche Überlegenen notwendig und möglich”, so der baden-württembergische JU-Chef Nikolas Löbel.
“Die Verwendung der derzeitigen Überschüsse in den Rentenkassen als „Demographie-Rücklage“ statt einer “Beitragssenkung“, wie sie nach aktueller gesetzlicher Lage Ende des Jahres anstehen würde (von 19,6% auf ca. 19%), wäre für die kommenden Generationen sinnvoller”, fordert der saarländische JU-Landesvorsitzende Markus Uhl.

“Ich erachte es als eine der zentralen Fragen beim Thema demographischer Wandel und Generationengerechtigkeit, dass wir nun, da konjunkturbedingt hohe Überschüsse die Rentenkassen füllen, wir aber gleichzeitig wissen, dass demographiebedingt in ein paar Jahren die Beträge sehr stark ansteigen werden (> 22%), die aktuell gesetzlich anstehende Beitragssenkung nicht umsetzen und den Rücklagen-Zeitraum in den Rentenkassen von derzeit 1,5 auf 3 Monatsausgaben erhöhen”, erklärt der JU-Landesvorsitzende aus Rheinland-Pfalz Johannes Steiniger. “Wir lehnen eine kurzfristige Beitragssenkung ab. Das ist Effekthascherei”, so JU-Chef Nikolas Löbel. “Wir fordern, die ersparten Beiträge als Rücklage zu verwenden, um den sicheren sprunghaften Anstieg in ein paar Jahren etwas abzumildern. Dabei ist natürlich sicherzustellen, dass die Mittel nicht zweckentfremdet werden”, so Löbel, Steiniger und Uhl abschließend.