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18.01.2016, 12:31 Uhr
JU Saar für nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln

Seit Jahresbeginn sind die großen Supermärkte in Frankreich gesetzlich dazu verpflichtet, nicht verkaufte Lebensmittel, die noch genießbar sind, an Hilfsorganisationen zu spenden oder zu recyceln. Ein einfaches Entsorgen der Lebensmittel in der Mülltonne, wie früher, ist verboten.

Auch bei uns im Saarland landen viele Lebensmittel im Müll, die noch genießbar wären. Es ist nicht nur ethisch verwerflich, sondern auch wirtschaftlicher Unsinn und eine Verschwendung der weltweit verfügbaren Ressourcen, Lebensmittel zu produzieren und diese dann später wieder als Müll zu entsorgen, obwohl sie noch essbar wären. „Daher würden wir es begrüßen, wenn sich alle größeren Lebensmittelmärkte bzw. die Discounter freiwillig dazu verpflichten würden, nicht mehr zum Verkauf stehende aber zeitgleich noch genießbare Lebensmittel an die Tafeln und andere Hilfsorganisationen zu spenden, anstatt sie wegzuwerfen. Viele Märkte tun dies bereits seit mehreren Jahren, was wir sehr begrüßen“, so der saarländische JU-Landesvorsitzende Alex Zeyer. 

Wir appellieren aber auch an das Bewusstsein der Bürger, denn oftmals werden auch zu Hause Lebensmittel unnötigerweise entsorgt. So sind z.B. Produkte wie Reis oder Nudeln bei intakter Verpackung auch noch lange nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums bedenkenlos essbar. Um dem entgegenzutreten würden wir es begrüßen, das Mindesthaltbarkeitsdatum für solche langlebigen Produkte abzuschaffen.