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30.07.2015, 10:32 Uhr
Junge Union Saar und Schüler Union Saar sprechen sich gegen Islamunterricht an den saarländischen Schulen aus
„Wenn wir Sorge dafür tragen wollen, dass die stark wachsende Zahl der Muslime in Deutschland unsere Rechts- und Gesellschaftsordnung versteht und akzeptiert, dann müssen wir ein tragbares und durchdachtes Angebot dafür schaffen, dass Deutschen muslimischen Glaubens von klein auf, in deutscher Sprache von in Deutschland ausgebildeten Lehrkräften, ihre Religion näher gebracht wird“, so der saarländische JU Landesvorsitzende Alexander Zeyer. Aktuell besteht leider ein großes Defizit, was die Vermittlung des islamischen Glaubens von in Deutschland ausgebildetem Lehrpersonal anbelangt.
Alexander Zeyer, Nils Meisberger

In diesem Zusammenhang sehen wir es auch als sehr kritisch an, dass die große Mehrheit, der in Deutschland predigenden Imame nicht in Deutschland ausgebildet wurde. „Um bestehende Defizite abzubauen, sollte das entsprechende Studienangebot an den deutschen Hochschulen weiter ausgebaut werden“, so Zeyer. Die Bildung von Parallelgesellschaften und die steigende Zahl an aus Deutschland stammenden Djihadisten könnten eine Folge hiervon sein. „Solange nicht von staatlicher Seite kontrolliert werden kann, von wem und welche Inhalte den jungen Muslimen in Deutschland vermittelt werden, besteht immer die Gefahr, dass den jungen Muslimen Vorstellungen und Glaubenssätze näher gebracht werden, die weder mit unserer Rechts- und Gesellschaftsordnung vereinbar sind, noch der islamischen Lehre entsprechen“, so der saarländische Landesvorsitzende der Schüler Union Nils Meisberger.

„Das können wir aktuell am besten gewährleisten, indem wir das bestehende pädagogisch geschulte Lehrpersonal weiter fortbilden und Projektwochen an den Schulen durchführen, in deren Rahmen die Schüler sich jeweils ausführlich mit ihrer eigenen Religion auseinandersetzen müssen, anstatt Quereinsteiger nach einem Crashkurs zu Islamlehrern zu ernennen und auf die Schüler loszulassen“, so Zeyer. Die grundlegende Vermittlung der islamischen Glaubensinhalte sollte an den weiterführenden Schulen im Rahmen des dort angebotenen Ethikunterrichts erfolgen.

„Wir sollten vermeiden, mit der völlig übereilten und kaum durchdachten Einführung von Islamunterricht Begehrlichkeiten bei weiteren ‚religiösen‘ Gruppen zu wecken, sonst könnten diese ebenfalls bald auf einen eigenen Unterricht an den saarländischen Schulen pochen“, so Meisberger. Die SU Saar fordert ebenso wie die JU Saar, anstelle der voreiligen Einführung eines Islamunterrichts das bestehende Lehrpersonal weiterzubilden und die verschiedenen Religionen im Rahmen von schulischen Projektwochen stärker in den Fokus zu nehmen.