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12.05.2015, 19:05 Uhr
Junge Union Saar gegen Verbotspolitik Commerçons

Nach dem saarländischen Bildungsminister Ulrich Commerçon müssen die Klassenfahrten saarländischer Schülerinnen und Schüler „in vernünftige Bahnen“ gelenkt werden, um so „kostenintensive Schulfahrten zu exklusiven Zielen im Ausland“ zu vermeiden.

 „Ich frage mich, was an der bisherigen Form von Klassenfahrten unvernünftig sein soll und distanziere mich an dieser Stelle von der Verbotspolitik des Bildungsministers“, so der JU Saar Landesvorsitzende Alexander Zeyer.

„Wir können den Menschen und vor allen Dingen den Jugendlichen in unserem Land nicht alles vorschreiben und mittlerweile sogar schon die Ziele von Klassenfahrten räumlich einschränken“, so Zeyer weiterführend.

In der Grundschulphase oder in den ersten Jahren auf einer weiterführenden Schule ist es sicherlich pädagogisch sinnvoll, den Klassenausflug in eine regionale Jugendherberge zu machen. In späteren Jahren, beispielsweise in der Oberstufe oder der Berufsschule, ist die Sinnlosigkeit einer Klassenfahrt in die nächstgelegene Jugendherberge selbsterklärend.

Klassenfahrten haben eine hohe pädagogische Bedeutung. Sie ermöglichen die Begegnung mit dem Unterrichtsgegenstand in einer wesentlich eindringlicheren Form als der Unterricht im Klassenraum. Zudem haben sie eine ausgesprochen hohe Sozialfunktion, um das soziale Miteinander einer Klassengemeinschaft nachhaltig zu stärken und zu sichern, was für den Lernerfolg der Schüler unermesslich ist. Aus diesem Grund spricht sich die Junge Union Saar eindeutig für den Erhalt der Klassenfahrten in der bisherigen Form aus. Es muss an dieser Stelle eine Lösung gefunden werden, die es ermöglicht, auch in Zukunft deutsche Städte wie Berlin, Hamburg oder München, als auch ausländische Städte besuchen zu können.
So können die Schüler auch einen Einblick in andere Länder und Kulturen erhalten, was insbesondere für Schüler in jüngeren Jahren sehr wichtig ist und nachhaltig zur Entwicklung der Kinder beiträgt. Auf der einen Seite wird immer mehr dafür geworben, dass Schülerinnen und Schüler nach Beendigung ihrer Schullaufbahn mehrere Monate im Ausland verbringen, da im Berufsleben Auslandserfahrungen sehr gern gesehen sind. Auf der anderen Seite fordert der saarländische Bildungsminister die Lehrfahrten auf den Saar-Lor-Lux-Raum zu beschränken.