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26.09.2012, 15:13 Uhr
CDU-Vereinigungen: Demografischen Wandel gestalten und Lösungsansätze suchen
Mit der Frage „Wie gestalten wir den demografischen Wandel?“ setzten sich die Junge Union (JU), Senioren Union (SU) und Frauen Union (FU) Saar in einem Demografie-Kongress auseinander. Mehr als 100 interessierte Besucher aus dem ganzen Saarland verfolgten die Veranstaltung am 18. September 2012 in der Kulturhalle in Saarlouis-Roden.
Die Landesvorsitzenden der drei CDU-Vereinigungen waren mit der Veranstaltung hoch zufrieden: „Der Demografie-Kongress war der Auftakt zu einer Reihe von thematischen Einzelveranstaltungen, die im kommenden Jahr im Saarland stattfinden werden“, so Markus Uhl, Günther Schwarz und Anja Wagner-Scheid. „Geplant sind die Themen „Zukunft der Sozialversicherungssysteme“, „Bildung und Betreuung“ und „Kommunale Handlungsmöglichkeiten. Zudem wollen wir uns gelungene Beispiele im Land anschauen, bei denen das Zusammenspiel von Jung und Alt hervorragend umgesetzt und gelebt wird.“

Auf der Auftaktveranstaltung in Saarlouis stellten Sozialminister Andreas Storm, Bürgermeister Dr. Armin König und die Oberbürgermeisterkandidatin für Saarlouis, Marion Jost, ihre Lösungsansätze auf Fragen des demografischen Wandels vor. Insbesondere die konkreten kommunalen Handlungsansätze, die von Dr. Armin König vorgestellt wurden, stießen auf großes Interesse bei den Besuchern. Illingen hatte bereits vor Jahren als erste saarländische Gemeinde das Thema aufgegriffen und in den vergangenen Jahren in Sachen Leerstandsmanagement, Baulückenschließung und Ansiedlungspolitik Vorbildliches geleistet und vorbedacht.

Marion Jost hat für Saarlouis konkrete Ideen und setzt auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, alternative Wohnformen und einen verstärkten Dialog der Generationen.

Sozialminister Storm stellte verschiedene Best-Practice-Beispiele im Saarland vor, die zeigen, dass mit kreativen Ideen und bürgerschaftlichem Engagement generationenübergreifende Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels möglich sind. Es sei wichtig, die Generationen zusammen ins Gespräch zu bringen und ihre teilweise unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten zum Nutzen aller zusammenzuführen.

Zudem sprach er sich für die demografiefeste Sicherung unserer Sozialversicherungssysteme aus und schlug eine steuerliche Berücksichtigung für sogenannte „sorgende Gemeinschaften“ vor. „Wir brauchen zukunftsweisende Formen der bürgerlichen Mitverantwortung und Teilhabe sowie vorbildliche kommunale und regionale Strukturen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter einschließlich der Pflege und Betreuung“, sagte der Sozialminister. Als besonders gelungen bezeichnet der Minister das kreisübergreifende Mehrgenerationenprojekt Muske(l)tiere der fünf Ortschaften im so genannten Bohnental.

Fazit der drei Veranstalter zum Abschluss des Kongresses: „Der demografische Wandel ist kein Schreckensszenario, sondern ist  gestaltbar. Alle staatlichen Ebenen und gesellschaftlichen Akteure müssen ebenso wie die Bürger ihre Verantwortung wahrnehmen und sich auf Veränderungen rechtzeitig und aktiv einstellen.“