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Archiv
21.02.2014, 13:55 Uhr
Junge Union: Verwaltung der Universität und der Hochschulen zusammenlegen
Zu den Diskussionen um die Sparnotwendigkeiten bei der Universität des Saarlandes und den Hochschulen sowie zum kürzlich vorgelegten Gutachten des Wissenschaftsrates erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Union (JU) Saar Markus Uhl:
JU-Landesvorsitzender Markus Uhl
„Das gemeinsame Ziel der großen Mehrheit der politisch Verantwortlichen im Saarland ist die Existenzsicherung des Landes und die damit verbundene Einhaltung der Schuldenbremse. Letztere erfordert einen schmerzhaften Sparkurs, bei dem die Bereiche Bildung und Wissenschaft erst an letzter Stelle stehen dürfen. Sie gänzlich auszunehmen ist jedoch realitätsfremd. Wer dies fordert, muss auch sagen, woher er dann stattdessen das notwendige Geld nehmen will.

Das vorgelegte Gutachten des Wissenschaftsrates weist in vielen Punkten interessante Ansätze auf, die Qualität von Forschung und Lehre im Saarland zu steigern. Allerdings gibt es keine Auskunft darüber, welche monetären Effekte mit den Maßnahmen verbunden sind. Zudem fehlt die Bewertung darüber, was im Interesse des Landes und vor allem der hier lebenden jungen Menschen ist.

Die Junge Union verschließt sich nicht der Diskussion über die Sparnotwendigkeiten an der Universität und den Hochschulen. Dabei gilt für uns die Devise ‚zuerst die Verwaltung und erst am Ende Lehre und Forschung‘. Vor dem Hintergrund hoher Personalzuwächse  in den letzten 10 Jahren insbesondere in der Universitätsverwaltung fordern wir daher, die Verwaltungen der Universität und aller Hochschulen zusammenzulegen. Es ist für uns unverständlich, weshalb Einrichtungen vorgehalten werden, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt dieselben Aufgaben erledigen. Deshalb sind die Universität und die Hochschulen gefordert, schnellstmöglich ein entsprechendes Konzept vorzulegen. Was in der Landesverwaltung im Zuge der angestrebten Zentralisierung möglich ist, muss erst recht bei der Universität und den Hochschulen möglich sein. Auch eine Kooperation bzw. Zusammenlegung mit zentralen Stellen der Landesverwaltung ist zu prüfen. Zugleich gilt es angesichts intransparenter Finanzströme in der Universität, hier für mehr Transparenz zu sorgen und effiziente Controllingstrukturen aufzubauen.

Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, die Kooperation zwischen Universität und HTW auszubauen und Doppelangebote zu reduzieren. In diesem Zusammenhang begrüßen wir den Vorschlag, eine Business School im betriebswirtschaftlichen Bachelor-Bereich zu etablieren, die als Business-School in Kooperation mit weiteren Hochschulen und Universitäten der Großregion ein eigenständiges international ausgerichtetes und mehrsprachiges Profil entwickelt. Dies würde auch das bislang entgegen vieler Verlautbarungen schwach ausgeprägte Europa-Profil der Universität stärken.

Wir setzen uns für den Erhalt der eigenständigen saarländischen Juristen-Ausbildung ein, da dies ein zentrales Kriterium für ein selbstständiges Bundesland ist und zudem zahlreiche Studenten von außerhalb ins Saarland zieht. In diesem Zusammenhang begrüßen wir ausdrücklich das vorgelegte Konzept führender Juristen aus dem Saarland, mit dem Ziel die Studiendauer zu verkürzen, den Praxisbezug zu erhöhen und die Weiterbildungsangebote auszubauen.

Kleinststudiengänge müssen unserer Auffassung nach einer weitergehenden Überprüfung unterzogen werden, inwiefern sie noch wirklich leistungs- und zukunftsfähig sind.

Wir werden uns als Junge Union auch in die weitere Diskussion einmischen und ein Eckpunktepapier hierzu vorlegen“, so JU-Landeschef Markus Uhl abschließend.