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Neuigkeiten
14.05.2015, 14:50 Uhr
G8 hat sich bewährt
„Das Abitur nach acht Jahren hat sich im Großen und Ganzen bewährt“, so der saarländische JU-Landesvorsitzende Alexander Zeyer und fährt fort: „Aber natürlich gilt es bei dieser wie bei jeder anderen Reform nach einigen Jahren auch, diese zu evaluieren und weiter zu optimieren“.

Die Vorteile von G8 liegen klar auf der Hand: Mit anderen Ländern verglichen ist die Schulzeit in Deutschland relativ lange, weshalb erst ein später Eintritt der Deutschen in den Arbeitsmarkt erfolgt. Durch die Verkürzung der Schulzeit ist ein früherer Eintritt in den Arbeitsmarkt möglich, sodass die Schulabgänger bereits ein Jahr früher ihr eigenes Geld verdienen können. Ferner begrüßen viele Schüler die Verkürzung der Schulzeit, da sie die „verhasste Schulbank“ ein Jahr früher verlassen können. Ebenso ermöglicht das G8-Modell vielen Abiturienten, sich nach dem Schulabschluss ein Jahr mehr Zeit zu nehmen, um sich zu orientieren, was sie später beruflich machen wollen und nimmt etwas den Druck von ihnen, sich direkt entscheiden zu müssen. 

Es ist selbstverständlich, dass keine Reform auf Anhieb alles richtig machen kann. Das G8 ist jetzt mehrere Jahre lang gelaufen, daher ist es nun an der Zeit, die Lehrpläne zu überprüfen und gegebenenfalls zu verschlanken. Damit kann man die Stundenzahlen reduzieren, um den Schülern mehr Möglichkeiten zu eröffnen, ihre Nachmittage frei zu gestalten. Eine Überarbeitung der Lehrpläne ist alleine wegen der genannten Vorteile die weitaus sinnvollere Variante als eine Rückkehr zum G9, wie dies nun erneut von einigen gefordert wird.

In diesem Zusammenhang sprechen wir uns auch erneut gegen verbindliche Ganztagsschulen aus, denn diese haben gerade den nachteiligen Effekt, der dem G8 momentan wieder vorgeworfen wird. Nämlich, dass die Kinder am Nachmittag kaum noch Zeit haben, sich mit Freunden zu treffen oder sonst etwas zu unternehmen. Nur im Gegensatz zum G8 sind sie dort nicht einmal mehr frei in ihrer späteren Tagesgestaltung, sondern müssen vor Ort bleiben. Für die Eltern, die nachmittags über keinerlei Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder verfügen, ist das Modell der freiwilligen Ganztagsschule eine gute Einrichtung, um ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf etwas einfacher zu gestalten, auch wenn dies weiterhin nur schwer möglich ist in Deutschland. „Die Zwangstagsschule lehnen wir jedoch entschlossen ab, denn sie nimmt Eltern wie Kindern völlig die Möglichkeit der freien Gestaltung ihrer Nachmittage“, so Zeyer abschließend.